[87] (S. 53): „Beichte.”

[88] (S. 53): „Das Familienglück erfüllt mich vollständig.” (5. Januar 1863.) — „Ich bin so glücklich! so glücklich! Ich liebe sie so sehr!” (8. Februar 1863.)

[89] (S. 54): Sie hatte einige Novellen geschrieben.

[90] (S. 54): „Krieg und Frieden” soll sie siebenmal abgeschrieben haben.

[91] (S. 54): Gleich nach seiner Heirat gab Tolstoi alle pädagogischen Arbeiten in den Schulen und an der Zeitschrift auf.

[92] (S. 54): Ebenso wie ihre kluge und künstlerisch veranlagte Schwester Tatjana, deren Geist und musikalische Begabung Tolstoi sehr liebte. — Tolstoi sagte: „Ich habe Tanja (Tatjana) genommen, habe sie mit Sonja (Sofie Bers, spätere Gräfin Tolstoi) vermischt, und es ist Natascha herausgekommen.”

[93] (S. 54): Die Unterbringung Dollys in dem zerfallenen Landhaus; Dolly und die Kinder; — viele Einzelheiten in bezug auf Frauenkleidung; ganz zu schweigen von gewissen Geheimnissen der Frauenseele, in die vielleicht selbst das Verständnis eines genialen Mannes nicht so tief hätte eindringen können, wenn eine Frau sie ihm nicht verraten hätte.

[94] (S. 55): Ein charakteristisches Zeichen dafür, daß das schöpferische Genie Tolstois Geist mit Beschlag belegt hat: sein Tagebuch bricht am 1. November 1865 auf dreizehn Jahre ab, zu dem Zeitpunkt, da er mitten in der Arbeit an „Krieg und Frieden” ist. Der Ehrgeiz des Dichters ließ den Monolog seines Gewissens verstummen. Diese Schaffensperiode ist zugleich eine Zeit des körperlichen Sichauslebens. Tolstoi ist versessen auf die Jagd. „Auf der Jagd vergesse ich alles...” (Brief aus dem Jahre 1864.) — Auf einem zu Pferde unternommenen Jagdausflug brach er sich den Arm (September 1864), und während seiner Genesung diktierte er die ersten Teile von „Krieg und Frieden.” — „Als ich aus meiner Ohnmacht erwachte, sagte ich mir: ‚Ich bin ein Künstler’. Ich bin es auch, aber ein einsamer Künstler.” (Brief an Fet, 23. Januar 1865.) Alle Briefe aus jener Zeit, die er an Fet schrieb, atmen Schöpferfreude. „Alles, was ich bis zu jenem Tage veröffentlicht habe, kommt mir wie ein Versuch vor.”

[95] (S. 55): Unter den Werken, die einen Einfluß auf ihn ausübten, gibt Tolstoi schon zwischen seinem 20. und 30. Lebensjahr folgende an:

„Goethe: Hermann und Dorothea... sehr großer Einfluß.”