„Meine Mutter lebt jetzt ihr eigenes Leben.“
Sie stockte wieder und sagte dann:
„Das ist ja ganz natürlich. Sie ist noch jung, meine arme Mama, viel Glück hat sie auch nicht erfahren: sie hat noch soviel unverbrauchtes Gefühl. Sie hat wohl das Recht, sich ein neues Leben aufzubauen.“
Peter fragte:
Lutz schüttelte den Kopf. Man wußte nicht recht . . . Peter wagte keine weitere Frage.
„Sie hat mich gewiß immer noch gern. Aber nicht mehr wie früher. Sie könnte jetzt auch ohne mich leben . . . Die arme Mama wäre ja so zerknirscht, wenn sie sich darüber klar werden müßte, daß ihre Liebe zu mir in ihrem Herzen nicht mehr an erster Stelle steht! Nie würde sie es eingestehen . . . Das Leben ist doch eine kuriose Sache!“
Ihr leises Lächeln war traurig und zugleich etwas schalkhaft. Peter legte zärtlich seine Hand über ihre Hände, die auf die Tischplatte gestützt waren, sonst rührte er sich nicht.
„Wir sind alles arme Geschöpfe,“ sagte er.
Eine Weile später sagte Lutz: