„Du bist glücklich?“

Peter nickte wortlos.

„Da hast du recht, Kleiner, das Glück ist was Schönes. Nimm mein Teil mit dazu . . .“

Um Peter nicht zu betrüben, vermied es Philipp während dieses Aufenthaltes, über die nahe bevorstehende Einziehung von des Bruders Jahrgang zu sprechen. Aber am Tage seiner Abreise konnte er doch die sorgenvolle Bemerkung nicht unterdrücken, daß der Bruder nun so bald der Prüfung ausgesetzt sein würde, die er aus eigener Erfahrung nur zu gut kannte. Aber kaum ein Schatten glitt über die Stirn des kleinen Verliebten. Er zog ein wenig die Brauen zusammen, blinzelte, wie wenn er ein unangenehmes Bild verscheuchen wollte, und sagte:

„Ach was! . . . noch Zeit! . . . Chi lo sa?“

„Man weiß es nur zu genau,“ sagte Philipp.

„So viel weiß ich sicher“, sagte Peter, den Philipps Hartnäckigkeit verdroß, „wenn ich mal dort drin stecke, — ich schieße auf niemand.“

Philipp widersprach nicht, aber lächelte wehmütig vor sich hin; wußte er doch so gut, wie die schwache Einzelseele und ihr Wollen hinschwanden vor der unerbittlichen Wucht der Herde.