Lutz merkte dies und es rührte sie.

„Mein Schatz,“ sagte sie; „. . . Bald! Dräng’ uns nicht! Du kannst es garnicht inniger wollen als ich! . . . Bleiben wir noch ein Weilchen so wie jetzt . . . Es ist so schön! . . . Noch bis zum Ende dieses Monats! . . .“

„Bis Ostern?“ sagte er.

(Ostern fiel in jenem Jahre auf den letzten März.)

„Ja, bis zur Auferstehung.“

„Ach“, sagte er, „vor der Auferstehung kommt das Sterben.“

„Sst!“ sagte sie und schloß ihm den Mund mit einem Kusse.

Dann lösten sie ihre Umarmung.

„Heute abend feiern wir unsere Verlobung“, sagte Peter.

Aneinandergeschmiegt gingen sie weiter und weinten vor Liebe. Unter ihren Schritten kreischten Glassplitter, und das Pflaster war blutig. Rings um die Flamme ihres Gefühls lauerten Nacht und Tod. Ihnen zu Häupten standen zwei Hauswände der engen Gasse so nah beieinander wie Schornsteinmauern; aber in diesem Rahmen, als wäre er ein magischer Kreis, pulste in reiner Himmelstiefe ein Sternenherz . . .