„Ich denke, wir haben uns nie verlassen; wir waren immer beisammen, wie wir jetzt aneinander lehnen: nur daß wir geschlafen haben und allerlei Träume hatten. Auf kurze Augenblicke erwacht man . . . aber nur halb . . . Ich fühle deinen Atem, deine Wange an der meinen . . . hie und da raffen wir uns ordentlich auf: dann küssen wir uns . . . und gleich sinken wir wieder in Schlaf . . . Mein lieber Schatz, mein lieber, ich bin da, ich halte deine Hand, verlaß mich nicht! . . . Es ist noch lange nicht an der Zeit, kaum daß der Frühling ein kaltes Nasenspitzchen zeigt . . .“

„Wie deins,“ sagte Lutz.

„Bald erwachen wir inmitten eines schönen Sommertages . . .“

„Wir sind dann der schöne Sommertag“ sagte Lutz . . .

„Wir sind der laue Lindenschatten, die Sonne zwischen den Zweigen, der Singsang der Bienen . . .“

„Der Pfirsich am Spalier und sein duftendes Fleisch . . .“

„Die Rast der Schnitter und ihre goldenen Garben . . .“

„Die trägen Herden, die ihr Stück Wiese wiederkäuen . . .“

„Der Abendhimmel im Westen, der wie ein Teich ist zwischen Blütenbäumen, das flüssige Licht, das über die Felder hin verrinnt . . .“

„. . . Alles das werden wir sein,“ sagte Lutz„, alles was gut und süß tut, ob man es sieht oder erfaßt und faßt, küßt oder ißt oder einsaugt und atmet . . . Was übrig bleibt, können sich die Leute behalten,“ sagte sie und zeigte auf die Stadt und ihre Rauchwolken.