„An was denkst du?“ fragte Lutz.

„Ich denke daran, daß an diesem Tage, weit, weit von uns und doch uns ganz nahe, Der am Kreuz gelitten hat, der in die Welt gekommen war, Blinde sehend zu machen.“

Lutz faßte seine Hand:

„Du glaubst an ihn?“

„Nein, Lutz, ich glaube nicht mehr. Doch bleibt er allen ein Freund, die er je an seinem Tische gespeist hat. Wie ist’s mit dir, kennst du ihn?“

„Fast gar nicht,“ sagte Lutz. „Bei uns zu Hause wurde nie von ihm gesprochen. Ich kenne ihn nicht und liebe ihn doch . . . ich weiß, er hat geliebt.“

„Nicht wie wir.“

„Warum nicht? Wir haben da nur ein armes kleines Herz, das kann nur dich lieben, mein Liebes. Er, er hat uns alle geliebt. Aber darum ist’s doch die gleiche Liebe.“

Peter fragte ergriffen:

„Möchtest du morgen, weil doch sein Todestag ist . . . Bei Sankt-Gervas soll so schöne Kirchenmusik sein . . .“