»Bei mir will es noch immer nicht kommen. Alle zwei Stunden bin ich wach, und von vier Uhr ab geht es überhaupt nicht mehr –«

»Und dieser Appetit! Ich kann meinen Kaffee schon beim Aufstehen kaum erwarten.«

»Das könnte ich leider nicht behaupten. Und gar heute! Ich glaube, der Kalbsbraten mit Rahmsauce gestern abends hat mir geschadet. Solche Gasthaussaucen sind immer verdächtig.«

»Ja, man hat gleich einen verdorbenen Magen!«

»Und ich besonders. Ich vertrage nun einmal keine Veränderung in meiner gewohnten Kost.«

»Wissen Sie, was ich mache, wenn ich einen verdorbenen Magen habe?«

»O da habe ich auch ein ausgezeichnetes Mittel –«

Elmenreich stand geräuschvoll auf und stieß seinen Stuhl zurück. »Jetzt kommen die Hausmittel an die Reihe. Da will ich doch lieber einen Spaziergang im Regen machen. Gehen Sie mit, Arthur?«

Dr. Kranich rauchte friedlich seine Zigarette daneben: »Warum denn? Diese lieben kleinen Philistergespräche sind doch so nett. Man denkt dabei so angenehm an nichts. Sie haben etwas Stimmungsvolles wie die Erinnerungen an die Kindheit; sie bleiben sich immer gleich wie alle guten Dinge auf der Welt.«

»Doktor Kranich, Panegyriker der Idiotik! Aber das ist Geschmackssache. Ganz wie Sie wollen; ich gehe.«