»Ja, Bundesgenossen, oder wenn Sie wollen, Mitarbeiter! Sie müssen Mitarbeiter unserer Zeitschrift werden, Sie haben ganz dieselben Ansichten und Gesinnungen wie wir; wir haben eine gemeinsame – eine gemeinsame Weltanschauung –«
Dr. Kranich maß ihn vom Fuß zum Kopf mit einem boshaften Blick. Dann sagte er freundlich lächelnd:
»Oh, haben wir das? Wenn es Ihnen Spaß macht – Ihr Mitarbeiter, Pipin, kann ich werden; aber den Meister und den Grafen lassen »wir« aus dem Spiel. Mit denen haben »wir« keine gemeinsamen Bestrebungen!«
»Aber ja, die müssen doch dabei sein! Ohne die geht es doch nicht!«
Dr. Kranich lächelt ohne zu antworten. Dieses Lächeln ist vieldeutig und unergründlich, es ist voll Mutwillen und Bosheit, voll Behagen und Hinterlist, voll Selbstgenügsamkeit und Menschenverachtung – bestrickend und abschreckend zugleich.
*
Pipin schöpft tief Atem und wendet sich zu Elmenreich:
»Und an Sie, Herr Doktor, habe ich auch eine Bitte –«
Elmenreich: »Durch Bitten ist bei mir nichts zu erreichen, lieber Pipin.«
Pipin: »O ich werde nicht nachlassen! Ich werde Sie so lange bitten, Herr Doktor, bis ich Ihnen lästig werde, bis Sie ja sagen, nur um mich los zu werden. Bitten, bitten werde ich – und Sie können keinen Widerstand leisten, wenn man bittet, deshalb sagen Sie, daß man durch Bitten nichts bei Ihnen erreicht.«