»Aber anschauen können Sie sich doch die Sachen«, sagt er flehentlich. »Sie wissen ja noch gar nicht, was drin steht.«
»Na, ich denke, die »Weisheit« des Meisters habe ich schon in seiner Predigt genossen –«
»Das ist aber ganz was Anderes, etwas ganz Besonderes! Hier haben wir die Visionen des Meisters –«
»Visionen? Ist der Meister mit dem Grafen zusammen schon bei Visionen angelangt?«
»So buchstäblich dürfen Sie das nicht nehmen. Es ist nur die Form, in der er seine Gedanken mitteilt.«
Elmenreich scheint doch neugierig geworden zu sein; er nimmt in der That die Blätter und fängt an, darin zu blättern.
Pipin verliert beinahe die Fassung. Er giebt mir unter dem Tische seine Hand: diese arme, einfältige Hand ist kalt und zittert.
»Donnerwetter«, sagt Elmenreich, »da giebt es ja gar verführerische Leckerbissen: »Versuch über die Magie des Gebetes«, »Versuch über die mystische Vereinigung mit der Allseele«, »die Entschleierung der Lebensmysterien.« »Von den geheimen Entzückungen der Seele« – – Hier fing Elmenreich an, laut vorzulesen.
»Sich hinzugeben! ...
Sich hinzugeben dem geliebten Menschen in der Inbrunst der geistigen Vereinigung! Hand in Hand, Aug' in Aug', Brust an Brust überströmen zu lassen in sich das berauschende Fluidum seiner Lebenswärme ......