Laut jubelte das Volk. Aber einige Stimmen erhoben sich dagegen und riefen: »Wo ist denn da das geweissagte Wunder? Das ist doch ganz natürlich zugegangen. Es ist der rechte Kronprinz nicht.«
Schreiend umdrängte das Volk den goldenen Korb.
Niemand sah das listige Schmunzeln in Langbeins Zügen.
Niemand sah, wie Langbein mit seinem Schnabel die Windeln ordnete, wie Langbein mit seinem Schnabel unter seinem linken Flügel einen Gegenstand hervorzog und denselben schnell unter Mäxchens kleinem Hinterteil versteckte.
»Es ist der rechte Kronprinz nicht!« »Er ist es doch!« so riefen alle durcheinander. Da begann das Kind bitterlich zu weinen. Endlich erbarmten sich die Hofdamen seiner, hoben ihn empor und – starrten wie gebannt in den Korb hinein.
»Das Wunder!« »Da ist es ja, das Wunder!« riefen sie.
In Mäxchens seidenen Windeln lag eine schöne, blanke Leberwurst.
»Hoch! Hoch!« riefen nun alle Anwesenden und verneigten sich tief vor dem Kinde.
»Er ist der rechte Kronprinz! Das geweissagte Wunder, hier ist es! Noch nie fand man in den Windeln eines Kindes eine Leberwurst.« Der Jubel wollte kein Ende nehmen.
Endlich traten die Minister zusammen, besprachen sich heimlich und hingen dann feierlich um Gevatter Langbeins Hals das Großkreuz des silbernen Piepvogelordens.