Dieser wüste Kerl, den der höllische Schürmeister quintelweis in seine Bratpfannen holen soll, auf daß besagter Teufelsbraten nur recht langsam und in den allerkleinsten Stücklein schmore, schimpfte aber nicht nur auf den guten König, sondern er jagte eines Tages den guten König sogar zum Teufel, obwohl ihm der gute König niemals etwas getan hatte, was schon weiter oben gerechtermaßen ist vermerket worden.
Wie konnte das aber sich ereignen, daß der Kare Revoluzzer den guten König zum Teufel jagte, wo doch der gute König auf seinem Throne saß und der Kare Revoluzzer höchstens eine schmierige Bierbank mit seiner Hinterfront beschwerte?
Das kam dahero, dieweilen der Kare Revoluzzer ein großer Volksredner und dessentwegen sehr gefährlich war. Er berief immer wieder Volksversammlungen ein und schimpfte dann vor den Versammelten immer wieder über den guten König, der ihm gar nichts getan hatte.
Bevor er den guten König zum Teufel jagte, hielt er in einer großen Volksversammlung eine große Rede, die er dann auch drucken und an allen Straßenecken anschlagen ließ. Dahero ist uns diese Rede noch heutigen Tages erhalten und soll auch dem geneigten Leser dieser Legende nach ihrem vollen Inhalte mitgeteilet werden.
Es sprach aber der Kare Revoluzzer in dieser Rede ...
Zu was brauchen ma denn an Kini? Mir brauchen koan Kini. Oder woaß vielleicht wer, zu was ma an Kini brauchen? Der soll’s nur sagen, der wo woaß, zu was ma an Kini brauchen. Der soll’s nur sagen. Dem hau’ i aber schon a solchene in sei’ Fotzen. Aber schon a solchene. Schon a solchene. Also woaß wer, zu was ma an Kini brauchen? Koa Mensch woaß, zu was ma an Kini brauchen. Also brauchen ma koan Kini. Und weil ma koan Kini brauchen, brauch’ ma koan Kini.
Was is denn überhaupts a Kini? Gar nix is a Kini. A Schmarrn is a Kini. Und weil a Kini a Schmarrn is, brauch’ ma koan Kini, weil ma koan brauchen! Oder brauch’ ma vielleicht an Kini? Und weil ma koan Kini brauchen, lass’ ma uns aa koan Kini mehr g’fallen. Warum sollen ma uns aa an Kini g’fallen lassen, wo ma koan brauchen! Wir lassen uns überhaupt nix mehr g’fallen. Also lassen ma uns aa koan Kini mehr g’fallen, weil ma koan Kini brauchen. Oder brauchen ma vielleicht an Kini?
Mir san mir! Oder will vielleicht wer bestreiten, daß mir mir san? Und weil mir mir san, können mir uns selber regieren und brauch’ ma koan Kini, der wo uns regieren tut und den wo wir zahlen tun müssen. Mir können uns selber zahlen für’s Regieren, weil mir mir san. Und weil mir koan Kini mehr brauchen, den wo mir zahlen tun müssen für’s Regieren und weil ma überhaupts koan Kini mehr brauchen, weil mir mir san, jagen mir den Kini zum Teufel! Mir brauchen koan Kini, weil ma koan Kini brauchen. Oder brauch’ ma vielleicht an Kini? Koan Kini brauch’ ma. Also jagen ma den Kini zum Teufel!...
Diese Rede machte einen so gewaltigen Eindruck auf die versammelten Volksmassen, daß es dem bitterbösen Kare Revoluzzer wirklich gelang, den guten König zum Teufel zu jagen. Darauf gründete der bitterböse Kare Revoluzzer einen knallroten kommunistischen Freistaat ohne Kini.