[ Wie besagter Höllenbraten den heiligen Bürokrazius erschlagen wollte und von diesem glorreich widerleget wurde.]

Damit, daß er den guten Kini, der ihm nie was getan hatte, zum Teufel gejagt hatte, ließ es sich dieser Höllenbraten aber noch lange nicht genügen. Sein ganzer roter Haß richtete sich jetzunder gegen den heiligen Bürokrazius. Der war ihm schon lange ein Dorn im Auge. Er berief dahero eine neue Volksversammlung ein, die ganz rot war, dieweilen nunmehro alle Versammelten die Tracht des bitterbösen Kare Revoluzzer trugen.

Von einer rot ausgeschlagenen Tribuna sprach der Kare Revoluzzer nunmehro folgendermaßen gegen den heiligen Bürokrazius ...

Zu was brauchen ma denn den heiligen Bürokrazi, den Pazi? Zu was brauchen ma den Pazi, den heiligen Bürokrazi? Mir brauchen koan heiligen Bürokrazi, weil ma koan brauchen! Oder woaß vielleicht wer, zu was wir den heiligen Bürokrazi brauchen? Dem stier’ i aber schon a solchene in sei’ Fressen! Aber schon a solchene! A solchene! Also koa Mensch woaß, zu was ma den heiligen Bürokrazi brauchen.

Mir san mir. Und weil mir mir san, lassen mir uns aa nix mehr g’fallen, aber schon gar nixn nit, aa nit den heiligen Bürokrazi, den Pazi! Was machen ma nachher mit dem heiligen Bürokrazi, weil ma ihn nit brauchen, den Pazi? Erschlagen tuan ma den Bürokrazi, den Pazi, weil ma ihn nit brauchen den Bürokrazi!

Weil mir mir san und weil mir uns nixn nit g’fallen lassen und weil mir erschlagen können, wen wir wollen! Drum haut’s eahm oane eini dem heiligen Bürokrazi, dem Pazi, und schlagt’s eahm die Zähnd in Rachen abi, daß s’ eahm in Doppelreihen da außermarschieren, wo er den Verstand hat! Mir san mir!...

Auf diese Rede des Kare Revoluzzer erhub sich ein fürchterliches Gejohle in der Versammlung. Der heilige Bürokrazius war aber anwesend, und es war große Gefahr vorhanden, daß es ihm an den Kragen ging. Er setzte sich jedoch zur Wehre, und es gelang ihm, den bitterbösen Kare Revoluzzer glorreich zu widerlegen.

Es sprach aber der heilige Bürokrazius, nachdem er sich mühsam Gehör verschafft hatte, die folgenden denkwürdigen Worte ...

Meine vielgeliebten andächtigen Zuhörer! Es ist eine große Gemeinheit von meinem sehr geehrten Herrn Vorredner, daß er mich erschlagen will. Ich hätte ihm das gar nicht zugetrauet. Bedenket, was ihr dann beginnet, wenn ihr den heiligen Bürokrazius erschlagen habet. Wer wird euch noch auf Erden beglaubigen, wer ihr seid? Wer wird euch registrieren und numerieren? Ohne den heiligen Bürokrazius seid ihr überhaupt nicht mehr vorhanden.

Ich gebe es gerne zu, daß unter meinen Jüngern und Anhängern sehr viele Esel sind. Aber bedenket des weiteren, daß Gott der Herr diesem so sehr verachteten Vieh eine große Ehre angetan hat, indem er auf ihm zu Jerusalem eingeritten ist. Ihr müsset dahero auch die Esel unter meinen Jüngern hochachten und schätzen.