Und so ihr euch auch im heiligen Zorne manchmal versuchet fühlet, mich oder einen meiner Mitesel zu erschlagen, lasset euch ja nicht dazu verleiten, sondern erinnert euch an die Worte der heiligen Schrift: Der Gerechte erbarmet sich seines Viehes. Dixi et salvavi animam meam!...
Auf diese Worte des heiligen Sankt Bürokrazius erhub sich ein brausender Jubel in der Versammlung.
Nachdem es dem heiligen Bürokrazius durch seine Rede gelungen war, das liebe Publikum wiederum auf seinen ursprünglichen Standpunkt zurückzuführen, hatte er den Kampf gegen den bitterbösen Kare Revoluzzer gewonnen und diesen feuerroten Teufelsbraten glorreich widerleget.
Obwohl es diesem wüsten Gesellen geglücket war, den guten König zum Teufel zu jagen, der ihm niemals etwas getan hatte, so glückete es ihm keineswegs gleichermaßen, den heiligen Bürokrazius zu erschlagen.
Das liebe Publikum vermochte sich auch unter dem Einflusse des bitterbösen Kare Revoluzzer nie und nimmermehr von dem heiligen Bürokrazius zu trennen.
Das darf dich, o großgünstiger Leser, nicht arg wundernehmen. Denn es ist leichter, einen König zum Teufel zu jagen, wenn er dir auch nichts getan hat, als einem Heiligen den Garaus zu machen, und vornehmlich dem mächtigsten Heiligen, der jemals auf Erden erstanden ist, dem heiligen Bürokrazius.
[ Wie der heilige Bürokrazius gen Himmel fuhr und seinen himmlischen Einfluß auf den Kare Revoluzzer wirken ließ.]
Nachdem der heilige Bürokrazius zu der Überzeugung gelanget war, daß er auch in dem knallroten kommunistischen Freistaate des Kare Revoluzzer unbehelliget sein heiliges Dasein weiterführen werde, lud er seine Jünger und Anhänger zu einem Festabende ein, an dem das Weihelied von der petschierten Sau mit besonderer Inbrunst gesungen wurde.
Der bitterböse Kare Revoluzzer aber grinste wütend zu den Fenstern des Lokales derer Versammlung herein. Er getraute sich jedoch nicht mehr zu brüllen: „Zu was brauch’ ma den heiligen Bürokrazi, den Pazi!“ — weil er fürchtete, daß er derohalben belanget werden könnte. Wenn er auch den guten König zum Teufel gejagt hatte, der ihm nie was getan hatte, so sah er doch ein, daß es ihm niemals gelingen würde, den heiligen Bürokrazius zum Teufel zu jagen, geschweige denn ihn zu erschlagen.