„Ich kann Sie nicht malen. Ich ...“

„Nicht, Felix? ...“ frug sie weich.

„Nein!“ kam es rauh zurück.

„Felix! ...“ bat das Weib, und ihre Stimme hatte einen schmelzenden Klang. „Und wenn ich Sie bitte, wenn ich ...“

„Sophie ... spiel’ nicht mit mir!“ sagte der Maler drohend. Er hatte sich, seiner Erregung kaum mehr mächtig, erhoben und war wieder zu seiner Staffelei gegangen.

Auch Sophie war von ihrem Sitz aufgesprungen. Blitzartig, wie eine Natter, schnellte sie empor und hinüber zu dem Mann. Mit festem Druck ergriff sie seine beiden Hände. Sie drängte sich an ihn ... so nahe, daß ihr heißer Atem ihm wie eine verzehrende Flamme entgegenschlug. Ihre Augen senkten sich verlangend in die seinen, und ihr üppiger, nach Küssen lechzender Mund näherte sich dem seinen.

„Ich spiel’ nit mit dir, Mann!“ stieß sie erregt hervor. „Ich liebe dich!“

„Sophie!“ Wie ein Schrei kam es über die Lippen des Mannes. „Sophie!“

„Felix!“

„Du ... du ...“ stöhnte er.