Sie fühlte sich jetzt, da Felix sie mit seiner achtungsvollen Liebe umgab, bereits wohler. Sie lachte ihn an und plauderte mit ihm, und er mußte ihr erzählen, was er geschaffen hatte, seit sie sich nicht sahen.
Wie eine lange Zeit der Trennung kam es den beiden jetzt vor. Und Felix gestand ihr, wie er von Stunde zu Stunde auf sie gewartet und geharrt hatte, und wie er schließlich so unruhig wurde, daß er diesen Besuch bei ihr wagte.
„Bei hellichtem Tag!“ neckte er sie. „Da bin ich ganz fremd bei dir. Gelt, Schatz?“
„Ja!“ sagte Sophie trocken.
„Na ... Schatz ... was hast du denn?“ fragte Felix verwundert.
„Nichts!“ Sophie schüttelte den Kopf und wiegte sich schaukelnd in dem Stuhl. Sie hatte ein ungewöhnlich ernstes Gesicht.
„Doch!“ beharrte Felix. „Du hast etwas. Du ...“
„Ach ...“ sagte Sophie ausweichend, „es ist mir nit ganz recht, daß du zu mir gekommen bist.“
„Wegen deinem Mann?“
„Ja! Du weißt ja ... daß er jetzt so eigen ist ... so mißtrauisch. Ich möcht’ ihn erst wieder ruhiger werden lassen ... dann ...“