„Nicht? Ja, weshalb weinst du denn dann?“
Da barg Sophie ihren Kopf wie Schutz suchend an der Brust des Geliebten und schluchzte laut auf in wildem Schmerz. Und je länger sie weinte, desto gefaßter wurde sie. Felix beschwichtigte sie, wie man ein Kind zu trösten sucht.
Als sie ruhiger geworden war, frug er sie ernst: „Er quält dich also doch ... nicht wahr?“
Sophie nickte. Sie war froh, daß er die Lüge glaubte. Und dann war es ihr leid um den Gatten, den sie verleumdet hatte. — — —
Mit keinem Wort hatte Sophie dem Maler von dem Zustandekommen der Nationalgalerie sprechen können. Erst viel später, als die Sache schon nahe vor der Veröffentlichung war, sagte sie es ihm ...
„Und das sagst du mir erst jetzt, Sophie?“ frug Felix verwundert.
„Du hast mich ja nimmer g’fragt drum!“ gab sie ihm lustig zur Antwort.
„Ich sah, daß du nicht wohl warst, und da nahm ich mir vor ... dich nicht auch noch zu quälen. Die Sache schien dich doch aufzuregen.“
„Jetzt ist’s überstanden!“ sagte Sophie ruhig. „Gott sei Dank!“
„Und der Patscheider?“