Zögernd und scheu näherte sich Felix.

„Sophie ...“ flüsterte er heiser.

Sophie sah zu ihm auf. Ruhig und ohne Vorwurf. Aber ihre Tränen rannen unaufhörlich über die todbleichen Wangen.

„Ja ... Felix!“ sprach sie mit schluchzender Stimme.

„Nun ist alles aus!“ sagte Felix gebrochen. „Jetzt ... ich werd’ mich stellen müssen.“

„Du?“ Entsetzt starrte ihn das Weib an. „Flieh’!“ stieß sie wild hervor.

Felix schüttelte den Kopf. „Nein!“ sagte er. „Das nützt nichts. Sie bekommen mich doch.“

Ein eisiger Schauder durchfuhr den halb entblößten Leib des Weibes. „Ins Gefängnis ...“ stieß sie hervor. Sie krümmte sich zitternd und sah mit scheuem Blick auf Felix. „Ins Gefängnis ...“ wiederholte sie.

„Leb’ wohl ... Sophie ...“ sagte Felix tonlos. „Daß das so ein Ende nehmen muß.“ Er hielt ihr die Hand hin. Unverwandt und mit angsterfülltem Blick schaute das Weib zu dem Mann empor.

„Warum gehst du ...“ stieß sie hervor. „Bleib’!“