»Ja und die Gäst' ...?« Seine dunklen runden Augen standen dem Kramer Veit jetzt noch mehr hervor wie gewöhnlich, vor lauter Staunen.

»Die Gäst'? Die bring' i von draußen mit!« erklärte der Florl ganz bestimmt.

»Von draußen ...?«

Der Florl nickte. »Ja. Sollst sehen, Kramer, daß das möglich ist. A neu's Unternehmen.« Der Florl erhob sich, und jetzt war er es, der dem Kramer aufmunternd auf die Schulter schlug. »Und da tust du mit, Veit. Wirst's sechen ... 's geht.«

Und jetzt hielt er dem Kramer Veit die Hand zum Einschlag hin. Aber der Kramer war genau so vorsichtig, wie es vorhin der Florl gewesen war, und zögerte einzuschlagen.

»Du willst dö Fremden ins Land einerzügeln ... in unser Landl?« frug er zögernd und fast so schwerfällig, als wie der Wastl in der Gungl drinnen es getan haben würde.

»Ja. In unser Landl!« nickte der Florl. »Wir brauchen uns do nit zu schamen damit. Sollen nur kommen die Fremden und sich die Augen außerschaug'n, wenn sie unsere Berg' sechen. Schian ist's bei uns da, Kramer ...« der Florl streckte die Arme in ehrlicher Begeisterung ... »wia nirgends in der Welt, kimmt mir für. I und mei' Weib, wir hab'n nit viel Rar's derlebt da, seit wir wiederkömmen sein. Aber eins hab'n wir derlebt, und dös war das G'fühl, daß wir da und nirgends sonst dahoam sein. Und desweg'n, Kramer, wenn du Wort halt'st und baust ... daß wir aa a eigenes Dach kriegen ... i schwör' dir's ... daß i's heilig halten will und rechtschaffen wirtschaften.«

Es war lange her, seit der Florl dem Kramer Veit so gut gefallen hatte wie in dieser Stunde. Und trotzdem überlegte er noch, ehe er auf den Vorschlag einging.

»Wann wollt's denn fort ... Bua?« frug der Kramer nach einer kleinen Pause, in der er tief nachdenklich dasaß und den Kopf schwer in die Hand gestützt hielt.

»Morgen in einer Woche.«