»Schlag' ein ... Florl ...« sagte der Kramer Veit über eine Weile und hielt ihm seine Hand ausgestreckt entgegen. »Schlag' ein! I mach' an Wirt aus dir! Magst?«
Fast war's wie damals droben am Alpl. Nur daß der Florl es jetzt gelernt hatte, vorsichtig und genau alle Seiten einer Sache zu überlegen, ehe er zusagte. Der Vorschlag des Kramer Veit gefiel ihm nicht übel ... aber auf das Reisen mochte er doch nicht ganz verzichten. Die große Welt da draußen lockte verführerisch mit ihrem gleißenden Schimmer und mit ihrem süßen, betäubenden Gift. So suchte er denn nach einem Ausweg und unterhandelte mit dem Kramer.
»Sag', Kramer, wo tat'st du's hinbauen ... die Wirtschaft?« frug er ernst und nachdenklich.
»Wohin du willst. Wir da herinn' können überall a gut's Gasthaus brauchen.«
Und wieder dachte der Florl nach und brauchte lange Zeit dazu. Und der Kramer störte ihn mit keiner Silbe und keinem Blick.
»Eppar da aufi ...« frug der Florl dann, streckte den Kopf etwas zum Fenster vor und zeigte mit der Hand auf die steile Wiese, die zu jener Stelle führte, an welcher der Veit als Kind mit seiner Notburg so oft gesessen hatte.
Nun war der Kramer doch etwas verblüfft; denn diesen Vorschlag hatte er nicht erwartet.
»Da aufi?« frug er verständnislos. »Da geht dir do koa Mensch nit hin, Florl!« sagte er kopfschüttelnd.
»Ah wohl! I moanet wohl!« sagte der Florl zuversichtlich. »Wenn du baust ... sag'n wir bis in zwoa Jahr' ist die Sach' fertig ... und 's Regerl und i fahr'n auf als Wirt und Wirtin. War's g'recht, Kramer?«
Noch immer verstand der Veit den Florl nicht.