»Ja ... und von der Liab alloan wird man nit fett!« unterbrach sie ihn grausam.
Da sah der Wastl auf und sein weher Blick aus seinen großen, ausdrucksvollen Augen traf sie ins Innerste. Etwas wie Mitleid regte sich in ihr und ließ sie sanfter werden.
»Bist ja a dummer Bua ...« fügte sie leise hinzu. »Wia oaner nur a so dumm sein kann!«
»Also, magst mi do a bissl, Vef?« frug der Wastl mit leiser Hoffnung.
Die Vef schob die vollen Schultern gleichgültig in die Höhe.
»Was nützet's aa, wenn i di möcht'?« frug sie zurück. »I hab' dir's ja oft und oft schon g'sagt. Zu nix Guten tat' das amal nit führen. Kannt' sein, daß es mir ging' wia 'n Regele!« Hart preßte sie den vollen, sinnlichen Mund zusammen und schaute dem Burschen ernst in die Augen. »'s ist besser a so, Wastl ...« sagte sie jetzt weich ... »Besser für mi und aa für di!«
»Vef?« Der Wastl hielt jetzt beide Hände des Mädels umklammert. »'s hoaßt, du habst den Glöschl Hias abg'wiesen. Ist das wahr?«
»Ja!« nickte sie. »I mag ihn nit.«
»Und hätt' do a Güatl unten im Dorf ...« sagte der Wastl sinnend, und seine tiefe, volle Stimme klang weh und bitter. »Kann vier Küh' halten und an Ochsen ...« preßte er hervor.
»Von mir aus!« sagte die Vef. »Von mir aus zwölfe! I mag'n nit!«