„Nein, so was ... aber Herr Doktor!“ wehrte sie ihm schämig und versuchte loszukommen. Es war ihr jedoch nicht ernstlich darum zu tun, sie sträubte sich zwar ein wenig, weil sie es für schicklich hielt, schmiegte sich dabei aber nur fester in seinen Arm. Da küßte er sie nochmals und gab sie dann frei. „Du gefällst mir, Annl!“ sagte er und strich mit der Hand über ihre Wange.

„Spotten Sie nur nicht!“ antwortete sie und warf ihm von unten herauf einen schnellen verliebten Blick zu.

„Spotten? Nein, du bist wirklich hübsch! Aber das Sie-sagen mußt du dir abgewöhnen.“

Nun kicherte sie: „Was der Herr Doktor für Einfälle hat! Wir kennen uns ja kaum!“

„Wer bin ich?“

„Der Herr Doktor!“

„Wer?“

„... Sie!“

„Du sollst du sagen! Trau’ dich nur, Mädl! Na?“

Sie schüttelte den gesenkten Kopf, daß alle Spitzen ihrer krausen Haare zitterten. Da legte er den Arm um ihren miederlosen Leib. „Komm!“ sagte er. „Schäm’ dich nicht, wir sind ja allein.“