„Aber wir bitten Sie doch!“ lenkte Leibinger ein und Mark nickte und bestätigte eifrig: „Gewiß, gewiß, wir bitten Sie!“

Da war der blasse Weber wieder versöhnt und erzählte von seiner Entlassung und fügte hinzu, daß er nicht fortgehen, sondern heute beim Abendvortrag im Garten Einspruch zu erheben gedenke und vom Mittag bis Feierabend werde er noch ein bißchen Stimmung machen.

Leibinger meinte dazu: „Gut! Sehr gut!“ und Mark: „Schön! Sehr schön! Ausgezeichnet!“ Karus aber sagte: „Da erzählst du uns nichts Neues! Denke, daß ich dir das so eingetrichtert hab’. Daß sie dich davongejagt haben, hast du brav gemacht. Mach’s weiter so, dann geht heut’ abend der ganze Krempel in Fransen!“

Dröhnend lachte er, und seine Faust schmetterte hart auf den Tisch. Dann trank er sein Glas leer, füllte es rasch und leerte es wieder und noch einmal und abermals. Nun die Entscheidung so nahe war, wurde er doch aufgeregt. Die anderen bemerkten das, schauten ihn an und schwiegen. Ihm aber löste der Wein die Zunge.

„Bekehren will er die Aussauger!“ rief er unvermittelt aus dem Wirbel seiner Gedanken heraus. „Bekehren! So lang man die nicht totschlägt, gibt’s keine Bekehrung!“

„Sprechen Sie von Hellwig?“ fragte Mark und riß die Augen weit auf.

„Nein, vom Mond, Sie Kalb!“ entgegnete Karus grob. Leibinger lächelte liebenswürdig. Da faßte auch Mark die Beleidigung als Witz auf. Er lachte laut und gezwungen. Doch schien es ihm ersprießlicher, ein anderes Thema anzuschlagen.

„Herr Karus,“ sagte er, „die Partei kann es Ihnen nicht hoch genug anrechnen, daß Sie sich so selbstlos ...“

Karus unterbrach ihn: „Dankt dem Himmel, daß ich euch früher nicht so genau gekannt hab’. Ich hätt’s mir sonst, weiß der Teufel, noch gründlich überlegt!“

Er hielt inne, fuhr mit den gespreiteten Fingern durch den borstigen Haarschopf.