„Endlich!“ rief Reinholt und ging auf ihn zu und umarmte ihn. „Endlich seh’ ich dich wieder! Wie konntest du ohne Abschied davonlaufen und nichts mehr von dir hören lassen?“
„Leo!“ sagte Fritz dumpf. „Nein — du mußt mir noch Zeit lassen, Leo!“
„Was hast du? Ich versteh’ dich nicht?“
Da schrie er gequält auf: „Habt Geduld mit mir! Ich kann euch noch nicht Rede stehen!“
„Fritz, — laß doch Vergangenes vergangen sein!“
„Ich — hab’ euch ärmer gemacht, als ihr gewesen seid, bevor ihr mich gekannt habt! Ich hab’ euch viel versprochen und nichts hab’ ich gehalten! Und kann euch nicht einmal Ersatz bieten — ich bin ja selber bettelarm dabei geworden!“
„Also das quält dich?“ entgegnete Reinholt. „Na weißt du, so überflüssig ist nicht bald was! Wen hast du ärmer gemacht? Die zu uns gehalten, denen geht’s heut’ noch gut — die anderen liegen, wie sie sich selbst gebettet haben. Die Spekulation ist mißglückt, ein paar Gulden sind beim Teufel — das ist alles und das ist schon längst verschmerzt. Geh, Fritz, brau’ dir nur um Himmelswillen nicht so närrisches Zeug zusammen!“
„So zürnst du mir denn nicht?“
Reinholt lachte so laut und herzhaft, daß Hellwig, ob er wollte oder nicht, von der Grundlosigkeit seiner selbstquälerischen Vorwürfe überzeugt sein mußte.
„Meister! Mein guter Meister!“ rief jetzt der alte Kesselwärter und kam schüchtern näher.