Fritz raffte sich endlich auf, verbeugte sich und sagte: „Guten Abend.“

„Guten Abend,“ kam ebenso kurz ein Gelispel zurück. Aber hinter den niedergeschlagenen Augendeckeln begannen die losen Geisterchen schon wieder zu rumoren. Und vom rechten glitt sogar eines zum Mundwinkel hinab, huschte über die geschürzten Lippen und war im Nu hinter der linken Augenklappe verschwunden. Dort lachte es fröhlich weiter. Und das Rehkalb sorgte, daß keine Stille eintrat.

Nach einer Weile fing Fritz von neuem an: „Ich — danke — für die Bücher.“

Da hob sie die Stirn. Und aus ihren Augen sprang ihm der ganze Schwarm der lustigen Kobolde entgegen, daß er ordentlich geblendet zurückfuhr.

„Hat’s Ihnen Freude gemacht?“ forschte sie.

Er überhörte die Frage, sprach schnell und unsicher weiter: „Da bring’ ich Ihnen was ... wenn Sie’s halt mögen. Sonst schaff’ ich’s wieder fort.“

Ihr Gesicht strahlte. „Mein?“ fragte sie zweifelnd, kam näher und strich mit den Fingerspitzen vorsichtig über das weiche Fell. „Wie lieb und hübsch.“

Er schaute auf ihre goldfarbenen Locken, die sich dicht vor seinen Augen kräuselten und tat in fluchtartiger Eile einen Schritt zurück.

„Passen Sie auf!“ warnte er dabei. „Es hat ein wehes Haxl!“ Doch als er ihre bestürzte Miene gewahrte, beruhigte er gleich: „Es hat nicht viel auf sich. In ein paar Tagen ist’s gut. Wollen Sie’s?“

Sie bejahte wortlos mit wiederholten heftigen Kopfbewegungen.