„Kind, nehmen Sie doch Vernunft an! Woher nur auf einmal? ... Denken Sie doch auch an Ihre liebe Mutter!“
Keine Antwort.
„Wollen Sie also den Grund Ihres Benehmens wirklich nicht angeben?“
„Nein!“
Kurz, hart, messerscharf, daß Pater Romanus zurückprallte. Aber er faßte sich rasch.
„Sie scheinen mir vom rechten Weg abgekommen zu sein,“ sagte er und strich mit der schmalen Hand über die Augen. „Besuchen Sie mich doch einmal in meiner Wohnung. Dort können Sie mir alles ungestört sagen. Das von heute bleibt unterdessen, als wenn es nicht vorgekommen wäre.“
Mit einem leichten Kopfnicken gab er den beiden Schülern die Erlaubnis zum Niedersitzen und begann mit dem Unterricht.
Kaum war dieser zu Ende, drängten sich die Mitschüler an Hellwig heran, sagten, daß er ganz recht gehabt habe, wenn’s auch vielleicht einen Karzer absetzen könne, und wollten wissen, ob er zu Pater Romanus hingehen werde. Er gab ihnen keine Auskunft, hastete, hochnasig wie immer, davon.
In seinem Herzen schien etwas in Unordnung geraten zu sein, zuckte, stach und schmerzte.
Pichler! Ach ja so, das! — Wie fremd ihm auf einmal der Name vorkam. Als hätte er ihn viele Jahre nicht gehört.