„Schläfst du gar schon? Hörst du das und bleibst verstockt?“ schrie der verzweifelte Junge.

„Das ist übermenschlich,“ sagte das Mädchen, welches dennoch sehr blaß geworden war.

„Teuflisch,“ redete der junge Mensch in sie hinein. „Der hat sich, weiß Gott, dem Widersacher nicht zu verschreiben gebraucht! Er selber ist es, kann nichts anderes sein!“

„Ah,“ sagte das Mädchen nur, und sie dehnte ihre Arme.

„Was, was um aller heiligen Leiden? Du bewunderst ihn?“

„Nein,“ sagte das Mädchen. „Denn jetzt erst weiß ich, daß er der Liebe bedarf.“

Vor diesen Worten freilich erstarrte der Student.


Wer nur kann sich unterfangen, das Leid einer einzigen Nacht eines jungen Herzens abzumalen, welches liebt! Wer erst kann das Fressen der Todesangst in Worte setzen wollen!