Und Faust stieg, ohne sich weiter nach dem Studenten umzusehen, auf das weißgraue Maultier, das der römische König ihm geschickt hatte. Das andere trabte, beladen mit dem Gerät des Magiers, hinterher und ein Diener ging mit.

Faust ritt in Sinnen dahin, der Salzach entlang aufwärts. Als er aber, bei Hallein schon, und das war mehrere Stunden weit, auf- und hinter sich schaute, da trabte, wie ein Hündlein, der Student geduldig und schweigsam neben dem andern Maultier, als gehörte er nicht zu ihnen und ginge nur so wie Kinder, in der Einsamkeit und aus Bangigkeit, neben den Großen her.

„Was hast du, kehr um,“ fuhr Faust den jungen Menschen an.

„Ihr könnt auch noch mit dem Fuße nach mir stoßen,“ sagte der und kam zutraulich wie etwas ganz Gezähmtes näher an den Meister heran.

„Ich hab’ dir gesagt, was ich will und was ich von dir denke,“ bedrohte ihn Faust noch einmal.

„Ja. Ja. Laßt mich nun nur erstmal erzählen, daß ich Euch verraten habe. Wer zuerst nachfolgt und dann verrät, der mag ein Judas sein. Wer zuerst verrät und dann nachfolgt, den mögt Ihr schon annehmen.“

Groß schaute der haßgewohnte Mann auf das Mannskind hinunter. „Lauf nebenher und erzähl’,“ gebot er kurz.

„Erst muß ich Euch sagen, daß Ihr gestern recht rietet. Daß es mich, in der ersten Verzweiflung, getrieben hat, Euch zu helfen, diese Erde nur deshalb ganz und gar zunichte zu machen, weil die Einzige meines Lebens mich verachtet und Euch liebt!“

„Mich, so,“ sagte Faust geruhig.