„Ja,“ sagte der, welcher vorhin so bedenksam über die Augen des Magus gesprochen hatte. „Er geht in Schwarz und Rot, ist nach spanischer Art gekleidet, hat ein klein’ Barettl, einen kurzen, graugemischelten Bart, der dicht ums ganze Gesicht geht, so daß man die gepreßten Lippen kaum sehen mag. Nur eben die Augen kannst ansehen: Traurig, mißtrauisch und zornig schaut er her.“
„Ist es wahr, daß er keinen Menschen mag ansehen?“
„No, mich hat er so von der Seiten her ganz kurz abtaxiert. Ist mir heiß und kalt davon worden. Er ist nicht größer als der Paracelsus und hat wirklich ein bissel so einen hohen Rücken; geht also hucket neben dem Paracelso her. Ich hinten nach. Sind aber allbeide recht einsilbig.“
„Aber geredt haben sie doch?“ war Sympert Stainer aufgefahren.
„Ja, aber nur zwei Wörtl.“
„Was, was haben die zwei gesagt?“ drängte Stainer.
„Der Faust hat gesagt: ‚Alls, was man entdeckt, macht nur trauriger. Ein einziges Trachten bleibt schön: Der großen Kraft nachgehn.‘“
‚Die sein wir ja selber‘, hat der Paracelsus gesagt.
‚Die ‚ist‘ auchs liebe Vieh‘, hat der Faust repliziert. ‚Vom Sein hab’ ich nichts. Anfassen muß ichs können. Verstehen. Gebrauchen.‘“
„Und der Paracelsus?“