Sie bebten wie die zitternden Kerzen in Brand und Helle, dufteten wie welkende Blumen und rochen wie verschütteter Schaumwein.
Sie lockten und zogen sehnsüchtige Reihen mit festlichen Geigen und waren Jubellieder übermütiger, graziöser Adelszeit, — — — aber hinein schaute nachtäugig die viereckige, große, schwarze Tür des Jenseits, die zu einem Morgen führte, den sie noch nicht kannten.
Und sie schauerten und fröstelten in ihren Betten vor Entzücken und Angst.
Drunten aber stand Wolfgang Amadé vom Spinett auf, die sonst so trüben Augen fackellohend, aber das Antlitz leichenblaß und kalt.
Der verrieselnde Rausch fröstelte leise in ihm. Seine Ouvertüre war fertig.
Er merkte sie sich gut. In der nächsten Nacht schrieb er sie wohl nieder? Aber seine gute Frau müßte ihn wach erhalten. — — — Denn so einsamkeitgeschüttelt wie heute? — — — Das war mehr Tod als Leben....
Er ging fort, um zu ruhen. Hinter ihm flammte und strahlte ein leerer Prunksaal.
Es war der Schwanengesang des Rokoko entstanden.