„Was wollen Sie?“

„Komtesse, wir werden uns morgen sehen. Ich habe Angst, Sie zu beleidigen, wenn ich abermals meinem Vater zuliebe als Verächter Ihrer Holdseligkeit dort stünde.“

„Schweigen Sie, und lassen Sie mich, ich muß zu Primavesi,“ sagte sie beleidigt.

„Aber haben Sie doch Erbarmen, Madame,“ rief er und hielt sie angstvoll zurück. „Ich kam, Sie zu bitten, dieser Komödie ein Ende zu machen und den Abend absagen zu lassen.“

„Wozu?“ lächelte sie frostig. „Ihr Herr Vater soll seinen Triumph genießen; denn auch ich fühle keine Wirkungen von dem Tranke des Grafen Cagliostro.“

„Ach, Komtesse,“ sagte der arme Junge traurig, „dann wäre ja alles gut. Ich werde das meinem Vater berichten, er wird mit Ihrer gütigen Zustimmung die Akademie von dem lächerlichen Schwindelversuch benachrichtigen, dessen Mißlingen dem Ansehen des wunderlichen Grafen übrigens kaum schaden kann, und ich, — ich werde morgen nicht zu erscheinen brauchen, um meinen guten Vater und mich keiner Demütigung auszusetzen.“

„Ah, wie das?“

„Es ist nur, weil ich fürchte, Komtesse, daß nicht Graf Cagliostro, wohl aber Ihr Reiz mich verzaubert hat.“

Clarisse stand über seine unerwartete Botschaft sehr erschrocken und vermochte gar nichts zu sagen.

„Es ist so,“ bestätigte er betrübt: „Ich liebe Sie; aber,“ fügte er verzweifelt hinzu, „wenn Sie morgen diesen abscheulichen Schlächterabend eines Herzens zustande kommen lassen, so leugne ich alles!“