Und Wolfgang Amadé tollte und scherzte, während sich die Freunde in leiser Unruhe ansahen.

Als das laute Mahl zu Ende gegangen war, fragte Duschek: „Was ist mit der Ouvertüre?“

„Ich mache sie jetzt,“ lachte Mozart.

„Du wärst am Ende auch das imstande,“ sagte der Freund halb ungläubig und bot ihm gute Nacht.

Im Saale stand ein Spinett, und der einsam Zurückgebliebene warf sich in den Sessel davor und legte die wunderschönen, blassen Hände auf die Tasten. Leise klirrten die Saiten, wie die einer alten Harfe.

Duschek hatte den Dienern gesagt: Laßt den Saal in Ruhe. So strahlten noch sechzig Kerzen, und die großen, nachdenklichen, venezianischen Spiegel reflektierten sie und wucherten mit dem Lichte.

Da sah sich Wolfgang Amadé im Saale um.

Hell schrien Lichter und Farben mitten in verlassener Mitternacht. Die Blumen prahlten, aber schon lag die Welkheit überstandener Blüte in ihrem Duft.

Es roch nach Blumen, nach Wachs, — — — und die große, lange Tafel stand da wie ein Katafalk.

Es ist ein überirdisches Sein, wenn man allein stehen muß in einem Festsaal, und das Fest ist aus. —