»Ganz gewiß nicht.«
»Laurenz Terbroich.«
»Ach — Sprößling meines Freundes Medardus? Das ist ja schön. Wenn man euch ansieht, merkt man, wie die Zeit vergeht und daß man auf den Großvater zusteuert.«
»Wenn ich mit Ihnen tauschen könnt’, gäb’ ich zwanzig Jahre drum. Ihre Erfolge! In der Kunst und im Leben!«
»Das ist die Stimme meines Medardus. Sie sind ein Schmeichler, junger Freund.«
»Nur ein Enthusiast. Darf ich mich zu Ihnen setzen? Ich möchte mit Ihnen anstoßen.«
»Wohl bekomm’s. Also Sie streben jetzt auf dem Kontor des Herrn Papa?«
»Noch zwei Jahre. Dann geht’s als Volontär nach Paris und nach London. Sie waren zuletzt in Italien, nicht wahr? Sind nun die Römerinnen wirklich so schön, wie man sagt?«
»Mein Junge, die Frauen sind überall dort am schönsten, wo sie unseren Sinnen so scheinen. Sie haben eine unbegrenzte Heimatsberechtigung. Darin liegt ihre Schönheit und ihre Gefährlichkeit. Verstanden?«
»Ich bin in der besten Lehre,« erwiderte der junge Mensch keck.