»Wenn du es so bestimmt möchtest ... Aber nur auf das alte Kanapee dort. Und nachher ein Bad.«

»Ich werde dich wecken, Joseph.«

»Nein,« sagte er, »es ist noch eine Bedingung dabei. Du mußt bei mir sitzen bleiben. Ich kann nicht sofort einschlafen. Und ich will deine Hand in der meinen fühlen.«

»Das ist ja, als hättest du eine stille Absolution nötig.« Ein leises mütterliches Lächeln zog über ihr Gesicht. »Nun, leg dich hin.«

Er entledigte sich seines Rockes und streckte sich auf das alte Ledersofa. »Ah,« machte er dabei, »wie gut!« Und sie legte ihm eine Decke über, rückte einen Stuhl heran und setzte sich zu ihm.

»Stille Absolution ...,« griff er ihr Wort auf und faßte auf der Decke ihre Hand. »Du hast es getroffen, Maria. Es wird sehr wenig Anlaß sein, sie laut und stolz zu verkünden, denn es wird auch eine sehr leise Beichte sein.«

»Schlaf,« sagte sie, »du hast nichts zu beichten. Wenn du nachher die Augen aufschlägst, lachst du dich selber aus.«

»Es ist immer dasselbe. Wie es um dich steht, kommt für dich nicht in Betracht. Du suchst nur, es mir leicht zu machen.«

»Wer weiß den Beweggrund,« erwiderte sie. »Vielleicht bin ich eine größere Egoistin, als du denkst. Vielleicht mache ich es dir nur so leicht, um es mir nicht — schwerer zu machen.«

»Du wirst mir noch einreden, du seist eine arge Sünderin und ich sei ein Heiliger.«