»Du willst auf den Gürzenichball. Hab’ ich’s erraten?«
»Halb. Und die andere Hälfte ist: ich hab’ dem jungen Volk versprochen, es mitzunehmen.«
»Nein, Joseph, das geht nicht. Carmen ist erst vor ein paar Tagen vierzehn geworden. Und dann der Laurenz. Der imponiert ihr durch das Geld seines Vaters sowieso zu viel.«
»Wir haben den Moritz Lachner als Gegengewicht. Und außerdem: Bin ich nicht auch da?«
»Bis zur Saaltür.« Sie hielt ihm den Mund zu. »Willst du schon wieder leichtsinnige Versprechungen abgeben? Sobald der Moritz kommt, will ich mit ihm reden. Er soll mir auf euch alle achtgeben.«
»Mit anderen Worten: eine glatte Erlaubnis. O Maria, du unterstützest den Leichtsinn deines Mannes. Aber es ging wirklich nicht anders. Das Mädel fiel mir zu lieb um den Hals.«
»Hoffentlich bleibt’s bei diesem einen Mädel, das dir heute um den Hals fällt,« scherzte sie.
»Ich krieg’ ja schon graue Haare.«
»Du kriegst immer schon graue Haare, wenn es dir paßt. Und ich fürchte fast — immer nur bei mir.«
»Carmen!« rief Otten durch die Zimmertür. »Die Mutter hat’s erlaubt! Gib ihr einen Kuß. Denn jetzt redet sie karnevalistische Sachen. Ach, Kinder,« und er schloß Mutter und Tochter in eine Umarmung, »es ist doch eine vergnügte Welt! Und da kommt schon der Moritz.«