»Und wenn der eine — ausgetrunken ist?«
»So bleibt er auf dem Platze. Kein schöner Sterben in der Welt ....«
Otten beugte sich vor. Aus den Augenlöchern der Seidenmaske traf ihn ein aufzuckender Blick.
»Das mag ein schönes Spiel sein, kühne Frau. Aber es ist keine Liebe.«
»Nicht die Liebe von Schulmädchen mit zwanzigjähriger Brust und Flatterröckchen. War deine Tänzerin von vorhin ein Examen wert? Nicht die Liebe aus der Zeit, da der Großvater die Großmutter nahm. Nein, unsere Liebe.«
Otten trank sein Glas aus. Bis auf den Rest. »Streiten wir nicht über das Wort. Wenn du es für dich in Anspruch nimmst, soll es Liebe heißen. Aber deine Liebesberechnung hat einen Gedankenfehler.«
»Der wäre?«
»Sie könnten beide auf dem Platze bleiben. Der eine und die andere. Finis Poloniae!«
»O,« lachte sie auf — — »ich kenne mich.«
»Aber du kennst noch keinen Mann. Noch nicht! Wir gingen davon aus!«