»Bauen Sie doch keine alten Grenzpalisaden auf. Es kleidet Sie nicht. Was Sie dürfen, darf ich auch.«

Er schloß halb die Augen. Dann griff er nach seinem Sektglas und trank es aus. »Spielerei, aber hübsch.«

Sie erhob sich und schenkte ein. Er spürte ihre Lippen. »Still!« sagte sie. »Damit Sie wissen, wem Sie gehören.«

Unwillkürlich hatte er nach ihrer Schulter gegriffen. Jetzt sank seine Hand nieder. Mit blitzenden Augen schaute er sie an. »Nimm dich in acht.«

»Nein!« sagte sie, und sie hörten, wie ihre Herzen schwer und laut schlugen.

Dann saß sie in ihrem Stuhl, die Fußspitzen gekreuzt, und es war wie vorher. Nur sie selber waren andere. Als ob ein Nebelschleier zwischen ihnen zerflattert wäre und sie sähen sich jetzt erst ganz, so musterten sie erstaunt ihre Züge, ihre Gestalten.

»Ich will Ihr Freund sein, Amely.«

»Seien Sie nicht zu streng — —«

»Ich habe die Leitung. Nur so! Es sitzen drei im Wagen.«

Der Fabrikant steckte den Kopf durch die Tür. »Sie kommen!« rief er ins Zimmer. »Nur den Terbroich muß ich noch anklingeln. Er hat eine kirchliche Sitzung. Einen Augenblick noch.«