Und sie gingen durch den Park und den Garten der Terrasse zu. Die Halle war erleuchtet. Der Diener kam und fragte nach den Befehlen.
»Wir haben schon zur Nacht gespeist. Es ist gut. Keine Briefe?«
»Eine Depesche, gnädige Frau.«
Sie nahm sie und wartete, bis der Diener gegangen war. Dann öffnete sie, las und reichte das Papier an Otten. Ihre großen, grauen Augen hingen an seinen Mienen. Er ließ das Papier sinken. »Was nun?«
»Was nun?« wiederholte sie. »Im Text steht es deutlich geschrieben: ›Bleibe ein paar Tage länger. Fahre nur über den Kanal und wieder zurück. Das Geschäft will es. Erwartet mich in Godesberg. Lüttgen.‹ Wir werden ihn also erwarten.«
»Das geht unmöglich.«
»Fürchtest du dich?«
»Ja, ich fürchte — mich.«
»Freilich — wir tragen die Verantwortung, wenn wir aus der Rolle fallen.« Sie zuckte mit den Augenbrauen und schritt an ihm vorüber. »Wie schwül es hier ist ...« Und sie öffnete weit die Tür zur Terrasse und lehnte sich an den geschnitzten Pfosten. »Das war ein kurzer Tag.«
»Es gibt Tage, die man nicht mit der Elle mißt, sondern mit dem Senkblei.«