Otten atmete schwer. Es wurde eine spannungsvolle Stille. Dann sprach er.
»Wenn du das, was du mir heute und in den letzten Tagen von ihm und von dir gesagt hast, auf deinen Eid nehmen kannst — so sollst du es nicht.«
»Ich nehme es darauf.«
»Gut. Du wirst mich, wo es not tut, an deiner Seite finden. Im übrigen muß er es jetzt schon wissen.«
»Es wird ihn kalt lassen, und er wird kein Wort daran wenden. Da hast du seinen Charakter.«
»Damit fiele jede Schonung fort. Ich glaube dir.« — —
Von diesem Tage an unterließ es Lüttgen, an den Wanderungen und Segelfahrten teilzunehmen. Nur einmal stellte er den Freund im Garten. Es währte nur einige Minuten.
»Es ist nicht ganz so gekommen, wie ich es mir gedacht hatte. Euer Seelenbündnis geht weit.«
»Wenn das etwa eine Beschuldigung deiner Frau sein soll, so fällt sie auf dich zurück.«
»Das würde mich interessieren. Du darfst mir ruhig eine Philippika halten.«