»Ja — des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Dann reisest du also morgen. Aber erst mit dem Abendzug. Ich hatte euch versprochen, wenn ich den Engländer zu fassen kriegte, sollte es ein Festlein setzen, wie wir noch keins erlebt haben. Nur unter den Intimsten des Hauses, genau wie an dem Tage, an dem du ankamst. Du erinnerst dich doch? Die Herren sind zu morgen mittag geladen.«

»Du verfügst da zwar über meinen Kopf weg, aber —«

»Das nimmt man wohl unter Freunden nicht so genau.«

»Wenn dir also ein Gefallen damit geschieht —«

»Ohne dich wäre mein Arrangement hinfällig. Ich hatte in den letzten Tagen den Kopf noch voll von Geschäftssorgen. Gott, das ganze Leben ist Geschäftssache. Aber nun sind die Berechnungen, die ich aufzustellen hatte, fertig, ich kann mich in letzter Stunde noch um dich kümmern und bin so heiter wie in meinen besten Tagen.«

»Ich werde deine Frau von meinen geänderten Reisedispositionen in Kenntnis setzen.«

»Da erscheint sie gerade, um gute Nacht zu wünschen. Höre, Amely, unser Freund wird morgen noch an einem kleinen Herrenessen in unserem Hause teilnehmen. Die Zusagen habe ich bereits. Die Küche wird von Bonn geliefert, der Koch kommt gleich mit. Es ist dir doch recht, daß wir auf diese Weise Otten bis zum Abend behalten?«

»Ah —!« sagte sie erstaunt. »Das ist eine angenehme Überraschung.«

»Und nun wollen wir alle zu Bett gehen. Gute Nacht, Otten. Schlafe wohl. Das wird morgen ein schwerer Tag.«

Sie reichten sich die Hände und suchten ihr Zimmer auf. Irgendwo schlug unverdrossen eine Nachtigall. — — —