Später stattete Otten dem alten Klaus einen Besuch ab. Der Alte ging verlegen um seinen Freund und Gönner herum. »Geweß, et is en Schand, dat ich Reißaus nehm. Äwwer et is nit zu vermiete, et is bald esu en ahl Barack, als wie ich bin. Un et is doch nu mal Familieneigentum. Et Alter macht eigensinnig, un sing eigne Scholl möcht mer doch zu gern beim Sterwen unger de Föß hann.«

»Ich besuch’ dich, Klaus.«

»Jupp, ding Hand drop!«

»Hast du Ersatz? Jemand, auf den man sich verlassen kann, auch wenn der Herr nicht daheim ist?«

»Ich gonn nit us dem Hus, als bis ich ene tüchtige Ersatzmann gestellt hann. Verloß dich drop, Jupp.«

»Na — denn adschüß, Klaus. Und viel Glück für Zons.« — —

Gegen Abend nahm er Abschied von Maria und Carmen. Sie brachten ihn zum Bahnhof, und er täuschte sie durch sein fröhliches Geplauder über nichtige Dinge. Er hatte Carmen abgeküßt und wandte sich Maria zu. »Einsteigen!« riefen die Schaffner und schlugen die Türen zu. Da riß er sie leidenschaftlich an sich. »Leb wohl!« stieß er hervor.

Sie sah ihm mit erschreckten Augen nach, bis der Zug in der Ferne verschwand. Und diese erschreckten Augen verfolgten ihn bis Godesberg. »Die Frau in ihr — meine Frau in ihr — hat mich — verstanden. Helf ihr Gott.«

In Godesberg trat der Stationsvorsteher auf ihn zu und grüßte ihn freundlich.

»Frau Lüttgen ist gestern abend nach Italien gereist. Aber Herr Lüttgen ist in seiner Villa.«