»Sie hann ooch nix öwermäßig zo lache.«
»O doch, das wißt ihr andern nur nicht.«
»Jung’ Frau,« meinte der Alte ruhig, »wenn ich dodrop et heilige Sakrament nehme künnt’, säßen Sie jetz nit beim ahle Klaus em Stübche.«
Einen Augenblick blieb es still zwischen ihnen. Dann sagte die Frau mit dem Versuch eines scherzenden Lächelns: »Sie haben mich vorhin wohl belauscht? Klaus, das war die Vorfreude.«
»Der Herr Joseph is äwwer nit gekumme,« beharrte der Alte.
»Er hat nicht gekonnt, Klaus. Gestern hat er in Frankfurt gesungen und bis vor wenigen Tagen in München. Ich hab’ doch einen Brief bekommen, in dem er mir alles schrieb.«
»Der Herr Doktor is zwei Johr von Kölle fort gewese. Da is et mit enem Breef nit gedonn.«
»Ach, Klaus, er wollte ja auch vor dem Konzert noch herkommen, wenn er den richtigen Zug bekäm’. Aber die Menschen hängen sich ja alle so an ihn und wollen ihn feiern. Das seh’ ich ein.«
»Ich nit, ich weiß Gott nit. Een Stündche hätt’ hä sich schon abspleiße könne.«
»Für so kurze Zeit will er den Haushalt nicht beunruhigen.«