»Willst du nicht eingehender von den liebenswerten Frauen berichten?«

»Ich bin zu Ende für heute. Erzähle du.«

Heinrich Koch nahm seine Brille herab und putzte sie. »Ich bin persönlich über die spätere Bäckersgattin nicht hinausgekommen,« sagte er, während er die Brille umständlich wieder hinter den Ohren befestigte.

»Dann ist Klaus an der Reihe.«

Der Alte brummelte schon seit einiger Zeit vor sich hin. »Ich hann nor ein einzige gekannt, die for mich gepaßt hätt’. Dat wor ene leckere Puht, on lew hät die mich gehat wie nie en Minsch op der Welt.«

»Wer war das?«

»Wenn ich mich doch,« sagte der alte Klaus, »wenn ich mich doch, Düwel noch ens, op ehre Name besinne künnt’ ...?« Und ärgerlich vor sich hinbrummelnd, erhob er sich mit steifgewordenen Gliedern und holte sich aus dem Kessel ein frisches Glas Grog. —

Heinrich Koch hatte zu Weihnachten eine buntgefiederte Tonpfeife von Klaus zum Geschenk bekommen, die er, neben dem Hausherrn auf der Türschwelle stehend, in der kalten Winterluft anrauchte. Die beiden alten Junggesellen verstanden sich trotz des Unterschiedes der Jahre und der Lebensführung ausgezeichnet. Sie waren zufrieden mit dem Schicksal, wie es sich gestaltet hatte, und hielten jeden Tag für schöner als den voraufgegangenen.

»Nun ist der Jupp in der Gesundung, Klaus.«

»Inwiefern verstonn ich dat?«