»Nimm dich ihrer an, Heinrich. Besorg ihr ein Fuhrwerk oder ein Zimmer im Gasthof. Frag ihr alle Wünsche ab und erfüll’ alle. Nur den Wunsch, mich zu sehen, soll sie nicht haben. Nur den nicht.«
»Joseph, deine Frau kommt zu dir.«
»Wenn du mein Freund bist, Heinrich! Oder ich muß auch Zons wieder verlassen ...«
Da ging der Freund stumm hinaus. — —
Joseph Otten stand am Fenster.
Der frühe Mond zog auf und beleuchtete die Rheinwiesen und den Strom, der unter den stoßenden, drängenden Eisschollen stöhnte. »Ich bin wie ein Fisch, der auf den Strand geworfen ist,« dachte er finster, »und das ist kein Anblick.« Doch je mehr er hinter dem Bilde Schutz suchen wollte, umso stärker fühlte er, wie sein ganzes Wesen nach der Frau, die soeben schweigend sein Haus verließ, hinbegehrte, als sei es der beste Teil seines Selbst.
Seine Hände krampften sich um den Fensterriegel. Da ging sie — —.
Nur ihre Gestalt konnte er erkennen. Er strengte seine Augen an. Wie trostlos sie dahinging.
Und es war der einzige Mensch, der in Lust und Leid an ihn geglaubt hatte.
»Maria!« — —