»Was sollte ich aber jetzt noch im Leben, Joseph? Ich hätte ja nicht einmal mehr den Beruf gehabt, an dich zu denken.«

»Du hast Carmen vergessen, Maria?«

»Carmen — —,« wiederholte sie langsam. »Deshalb wollte ich ja zu dir.«

»Macht sie dir Sorgen?«

»Sie möchte mich auch der Sorgen entheben.« Frau Maria starrte in den Schoß. »Sie will den Weg für sich frei haben, und sie will nicht sehen, wohin der Weg führt. Joseph,« brach es aus ihr hervor, »du mußt helfen! Gib mir den Glauben an dich wieder! Es geht um das Kind!«

Sie war ganz erschöpft, und Otten nahm sie fest in den Arm. »Beruhige dich doch,« sagte er, »jetzt bist du bei mir, und ich bin wieder der alte. Hat mein Wort noch Wert für dich?«

Da schlang sie die Arme um seinen Hals und suchte seinen Mund. Und er küßte ihre blassen Lippen und ihre heißen Augen. »Meine du — — meine du — —!«

Eine Weile lag sie still und atmete ruhig. »Ich möchte jetzt erzählen,« sagte sie dann.

»Wird es dich heute nicht zu sehr aufregen?«

»Ich hab’ ja in dir den Helfer wieder. Was soll mir da noch schwer werden.«