»Ein verschmähter Liebhaber ist kein klassischer Zeuge.«
»Du tust ihm unrecht. Er liebt nicht nur Carmen, er liebt die Ottens mit einer tiefgegründeten Schwärmerei. Er sieht zu dir mit derselben Begeisterung auf, mit der er Carmen liebt.«
»Mißliche Vermögensverhältnisse würden nicht ausreichen, Gewalt anzuwenden. Auch werden dem alten Terbroich, wie ich ihn kenne, trotz seiner blinden Bewunderung für seinen Sohn die Augen aufgehen, sobald er das Messer an der Kehle spürt.«
»Sie sind ihm aufgegangen. Gestern erfuhr ich es.«
Otten streckte sich. »Was?«
»Ich habe meine Natur unterdrückt und habe geforscht, wo es nur zu forschen gab. Du brauchst nicht zu fragen, ob es mir sauer wurde. Und ich erfuhr, daß es eine arge Szene zwischen Vater und Sohn gegeben habe.«
»Und Laurenz ließ sich beschwatzen?«
»Er war es selbst, der den Vorschlag machte. Die Verlobung mit der Tochter eines reichen Geschäftsfreundes.«
»Ah — —. Und Carmen ist orientiert?«
»Sie lachte mich aus. Es kommt ihr gar nicht in den Sinn, daß ein Mensch von ihr ablassen könnte.«