»Ich habe so das Gefühl, als ob du heute gern einen Menschen um dich wüßtest.«
»So warte.« Und er stieg eilig hinauf.
Frau Marias Augen waren nicht von der Tür gewichen. Und wieder glänzten sie auf, als er eintrat. Er gewahrte diesen Blick und errötete. »Ist dir wärmer geworden?« fragte er.
»Du sollst dich nicht ängstigen, Joseph. Sonst muß ich aufstehen und erst für dich sorgen.«
Er stützte ihren Rücken und reichte ihr den Tee. »Trink. Er ist glühend heiß. Aber die Wirtschafterin schwört auf ihn.«
Sie schlürfte ihn langsam ein, und wenn sie absetzte, lehnte sie den Kopf gegen seinen Arm. Den Blick ließ sie nicht mehr von ihm.
»Wie hübsch das ist. Zwei alte Leute ...«
»Ja, Maria, viel Staat wirst du nicht mehr mit mir machen können. Meine Eitelkeit ist der Zeit unterlegen. Kein Haar auf dem Kopfe, das nicht tributpflichtig geworden wäre. Grau, grau, grau.«
»Und ich bin weiß.«
»Wie dich das Weiß kleidet. Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß du je anders gewesen bist. So friedlich und so mütterlich macht es dich. Ich bin nur verwittert.«