»Wir werden’s schon niederzwingen.«

»Joseph,« sagte sie nur, faßte seine Hand und trank gehorsam.

Nach einiger Zeit fragte sie nach dem Wetter. »Die Sonne ist durch? Bitte, stoß den Laden zurück. Ich möchte die ganze Kammer voll Sonne sehen.«

Er willfahrte sofort. »Du brauchst dich gar nicht zu rühren. Ich schiebe dir ein Kissen unter den Kopf, und du kannst vom Bett aus gerade durch das Fenster blicken. Ist es schön?«

Sie lag und sah mit großen Augen in die Sonne. »Wunderschön« — — —

Gegen Mittag wurde sie unruhiger. »Joseph — es ist doch mehr als eine Erkältung. — Das Atmen schmerzt mich so. Und es klopft — überall.«

Er hielt ihren Puls zwischen den Fingern und befühlte ihre Stirn. »Ich lasse sofort den Arzt holen. Der soll dem Fieber zu Leibe. Und morgen bist du gesund.«

Auf der Treppe hatte er eine kurze Unterredung mit Koch, der sogleich Hut und Mantel nahm und sich nach Dormagen aufmachte, um Arzt und Apotheke aufzusuchen. Darüber wurde es Nachmittag. Otten saß am Bett seiner Frau und hielt ihre Hand. Er hatte ihr eine kalte Packung um die Brust gemacht und sie nach einigen Stunden erneuert. Danach fühlte sie Erleichterung.

»Schreibe nichts an Carmen. Sie soll sich nicht erschrecken.«

»Ist sie denn allein zu Haus?«