»Maria, nun ist die Reihe an mir.«

»Siehst du — sie ist auch an dich gekommen. Und wenn du — Carmen hilfst — gib acht, wie das Gefühl — ein Leben aufwiegen kann. Hilf Carmen, Joseph. Was du ihr tust — tust du der Mutter.«

Die Beschwerden steigerten sich. Er reichte ihr die Tropfen, und sie dämmerte dahin. Noch einmal sprach sie, mit großer Anstrengung. »Ist — der Morgen da? Ich — möcht’ ihn sehen.«

Er öffnete die Läden und ließ das junge Tageslicht herein. Die Morgensonne glitzerte durch die Scheiben.

»Sonne — —! Du — Carmen — und die Sonne.«

»Sie hat nie anders als Maria geheißen.«

»Joseph —,« stieß sie hervor, »du —!« Und sie blickte in die Sonne ...

Plötzlich öffneten sich ihre Augen weit. Sie sah ihren Mann an. Sie wollte noch etwas sagen, und es gelang ihr nicht mehr. Sie mühte sich um ein Abschiedswort. Und es wurde ein herzzerreißendes Lächeln.

Er hielt sie in beiden Armen. Ganz fest an seiner Brust. Und er las in ihren Augen, was sie noch wünschte: »Küß mich, Joseph.«

Da legte der Mann seinen Mund auf den ihren und küßte ihr den letzten Odem von den Lippen — —