»Sie haben etwas Besonderes vor?«
»Nichts Besonderes gerade. Der übliche große Kehrausball.«
»Allein?«
»Wie meinen Sie das?«
»Ich meine, ob Sie mit meiner Tochter hinzugehen gedachten?«
»Mit Ihrer — Tochter?«
»Herr Terbroich, Sie tun ja gerade, als ob Sie von der Existenz meiner Tochter kaum Kenntnis hätten? Mir wäre das weiter nicht unlieb, aber bleiben wir bei der Wahrheit, oder, falls Ihnen das Wort nicht geläufig sein sollte, auf realem Boden.«
»Herr Doktor, Ihre verletzende Unterstellung —«
»Bitte,« sagte Otten. »Ich komme erst in zweiter, dritter Linie in Betracht. Nicht wahr, das empfinden Sie selber? Und wir wollen hier keine Silben stechen. Dazu ist die Situation nicht angetan und die Zeit zu kostbar. Also Sie kennen Carmen sehr genau, Herr Terbroich?«
In Laurenz Terbroichs Augen spielten unruhige Lichter. Seine schmalen Lippen zuckten nervös. »Selbstverständlich,« erwiderte er kurz. »Wir sind doch Jugendfreunde.«