»Würden Sie mir wohl ein wenig von Entwicklung und Ziel dieser Freundschaft erzählen?«
»Derartige Liebesgeschichten dürften Sie doch zu wenig interessieren.«
»Ah — Liebesgeschichten. Vorhin nannten Sie das — Jugendfreundschaft. Ich sehe, wir verstehen uns bereits besser.«
»Ich verstehe Sie ganz und gar nicht, Herr Doktor.«
»Ich möchte Sie nicht gern von Ihrem Vergnügen zurückhalten, Herr Terbroich. Marschieren wir deshalb geradeaus, und wir können uns in einer Viertelstunde eine freundliche Verbeugung machen.«
»Was bezwecken Sie denn eigentlich? Das ist doch kein Tag zu ernsten Auseinandersetzungen.«
»Für mich sind die Tage gleich geworden. Wären sie es nicht, so ließen Sie mir doch keine andere Wahl. Und daß Sie selber ernste Auseinandersetzungen voraussehen, beweist mir Ihr Ausspruch. Bitte, sprechen Sie weiter.«
»Herr Doktor, ich verwahre mich ausdrücklich dagegen —«
»So sprechen Sie doch endlich weiter!« — Das klang wie ein Befehl.
»Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen,« murmelte Laurenz Terbroich.